SG Saartal – SG Kyllburg (Samstag, 27.04.2019, 17:30 Uhr, Schoden Rasenplatz)

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Das nächste wichtige Spiel für die SG Saartal

Quelle: fussball.de - Autor: fussball.de | 24.04.2019

Rechtzeitig vor dem großen Run auf die sicheren Plätze setzten sich beide Teams in Richtung Mittelfeld ab. Irsch erreichte durch den Heimsieg gegen Buchholz die magische 30-Punkte-Marke und Kyllburgs märchenhafter Aufstieg in sichere Mittelfeld-Gefilde wurde beim 1:1 gegen Ruwertal und dem 2:O Sieg im Nachholspiel gegen Wallenborn fortgesetzt.

In den ungeschlagenen acht Spielen nach der Winterpause sammelte Neu-Coach Reiter damit schon 18 Punkte. An der Saar kann der Sieger der Partie schon den Klassenerhalt feiern. Dabei hat Kyllburg noch eine Rechnung aus der herben 0:5-Heimschlappe im Hinspiel offen.

Quelle: 11er-Das Fussballmagazin - Autor: Lutz Schinköth | 25.04.2019

Beide Teams brauchen noch Punkte für den Klassenerhalt

Die Konstellation ist einfach wie eindeutig: Im scheinbar gesicherten Mittelfeld rangierend, müssen beide Mannschaften noch punkten, um den Verbleib in der Bezirksliga zu sichern. Die Gäste aus der Eifel reisen mit viel Selbstbewusstsein und fünf Zählern mehr im Gepäck ins Saartal. Mit einem Sieg sollte das Thema Klassenerhalt bei der Truppe von Roger Reiter durch sein. Gleiches hat auch die SG Saartal auf dem Zettel.

Ende gut, alles gut bei der SG Saartal? Sollte man meinen, wenn die Partie gegen die Überflieger aus Kyllburg gewonnen wird. Saartal-Coach Heiko Niederweis führte die Mannschaft aus den Niederungen der Tabelle ins gesicherte Mittelfeld, verschwendet jedoch keinen Gedanken da ran, dass sein Team schon gesichert ist. „Acht Punkte auf Ralingen sind keinesfalls komfortabel. Von daher brauchen wir noch ein paar Punkte." Da Niederweis im Saartal bereits verlängert hat, wäre es logisch und hilfreich, mit einem Bezirksligateam in die nächste Runde zu starten. Gegen Kyllburg sei die volle Konzentration gefragt. „Kyllburg hat einen hervorragenden Lauf und eine erfahrene Mannschaft mit jeder Menge guten Fußballern in ihren Reihen. Sie haben jetzt auch das Glück und das nötige Selbstvertrauen, das man im Abstiegskampf braucht." Im Hinspiel bezogen die Eifeler beim Q:5 gehörig Prügel, doch Niederweis relativiert: „Bevor wir die Tore machen, haben wir Riesenglück, nicht selbst mit zwei Toren in Rückstand zu geraten." Ein 6:5 wie gegen Buchholz will der Coach der Irscher nicht mehr erleben. „Ich erwarte ein offensiv geführtes Spiel, in dem wir konzentriert zu Werke gehen müssen. Für uns ist es besser, wenn wir höher verteidigen und früher angreifen. Wir wollen draufgehen und ein frühes Tor erzielen", hat Niederweis die Marschroute bereits im Kopf.Da Alec Webet mit dickem Knöchel wahrscheinlich ausfallen wird und Dominik Lorth noch angeschlagen ist, könnte der im Winter vom FC Könen gewechselte Dominik Schramm eine Option sein. „Dominik war in den letzten Wochen die Lebensversicherung der zweiten Mannschaft. Wenn er zeitlich verfügbar ist, ist er immer eine Option." Ähnlich sieht es bei Lukas Kramp aus, der sich nach einer Muskelverletzung in Niederemmel zunächst abgemeldet hatte, diese Woche wohl aber wieder trainieren kann. Nach seiner Knie-QP steht der junge Leo Gombert wieder im Kader.

Die SG Kyllburg gilt als Mannschaft der Stunde und hat sich längst aus der Gefahrenzone geschossen. Unter der Ägide von Roger Reiter ist das Team seit acht Spielen ungeschlagen. Doch der Erfolgscoach hält deshalb auch im Training die Zügel straff. „Wir müssen die Anspannung hochhalten und dürfen keinen Deut nachlassen. Das, was sich die Truppe in den letzten Wochen erarbeitet hat, wird sie nicht so leichtfertig hergeben. Wir wollen mit voller Konzentration und Kampfbereitschaft auch in Schaden gewinnen. Dann wäre das Thema Klassenerhalt endlich in trockenen Tüchern. Dennoch stehen dem Coach der Kyllburger ein paar Sorgenfalten auf der Stirn. Neben Mike Schwandt und Giulian Hennig werden voraussichtlich auch Michael Nierobis, Timo Schakat und Pascal Espinosa ausfallen. Hinter dem Einsatz von Felix Leuschen stehen dicke Fragezeichen. „Trotzdem werden wir mit einer guten Mannschaft anreisen."

„Gegentore bereiten Kopfzerbrechen“

Heiko Niederweis - SG Saartal

11ER: Beim 6:5-Spektakel gegen Buchholz waren Sie nicht zufrieden. Wie bewerten Sie den Auftritt Ihrer Mannschaft?

Heiko Niederweis: Positiv war exklusiv das Ergebnis. Jede Ordnung hat gefehlt, doch ich muss der Mannschaft auch positiv zugutehalten, dass sie eine tolle Moral gezeigt hat. Denn sie hatte nicht nur einen Rückstand aufzuholen. Ich will aber in kleinster Weise die Leistung der Buchholzer schmälern, die uns das Leben mit ihren Vorstößen sehr schwer gemacht haben. Defensiv war das ein Offenbarungseid, weil wir halbherzig verteidigt haben.

11ER: Aus den letzten sechs Spielen gelangen drei Siege bei elf Punkten. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Zwischenbilanz?

Heiko Niederweis: Sehr zufrieden, auch vom Auftreten der Mannschaft her. Wir haben immer noch viele Verletzte, der Kader ist relativ klein: Da hat man nicht viel Spielraum. Mit der Punkteausbeute kann ich leben, die Gesamtleistung ist schon sehr positiv zu bewerten. Sind wir gegen Bitburg und Schillingen effektiver, gewinnen wir solche Partien.

11ER: Die Abstiegsgefahr ist nach dem 1:2 von Geichlingen noch nicht gebannt. Wann, denken Sie, wäre der Klassenerhalt auch rechnerisch in trockenen Tüchern?

Heiko Niederweis: Das wird wohl noch ein Weilchen dauern. Wir haben acht Punkte Vorsprung auf Ralingen, zu denen wir übernächste Woche müssen. Mit den drei Heimspielen, die wir noch haben, wollen wir zeitig klar Schiff machen und nicht bis zum Schluss zittern.

11ER: Welche Entwicklung haben Sie generell seit Ihrer Amtsübernahme im Herbst erkannt?

Heiko Niederweis: Wir sind mittlerweile in der Lage, verschiedene taktische Systeme zu spielen. Kopfzerbrechen bereiten mir nur die Gegentore, die wir viel zu einfach bekommen. Da besteht ein klares Missverhältnis im Vergleich zu dem Aufwand, den wir betreiben, um Tore zu erzielen. Wir haben kämpferisch nichts vermissen lassen und haben auch spielerische Fortschritte gemacht. Insgesamt sind wir auf einem guten Weg.

11ER: Demzufolge war die Vertragsverlängerung im Saartal für Sie nur eine Formsache?

Heiko Niederweis: Ja, wir sind übereingekommen, dass ich auch nächste Saison mit der Mannschaft zusammenarbeiten werde. Es macht riesigen Spaß mit dieser blutjungen Truppe. Wir brauchen natürlich noch eine Kaderauffrischung, damit wir in der nächsten Saison breiter aufgestellt sind. Denn das Team hat großes Potenzial.

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